GPIO

So, dein erstes Programm hast du jetzt also erfolgreich geschrieben. Das war schon echt cool, aber jetzt wird es erst richtig lustig. In diesem Abschnitt lernst du die GPIO-Schnittstellen des Raspberry Pi und die ersten Bestandteile der Programmiersprache Python kennen. Und was bitteschön ist eine GPIO-Schnittstelle? Kann man das essen? Nein, essen kann und sollte man diese Schnittstellen nicht. Sie sind nämlich zu etwas viel Nützlicherem gut. Über die GPIO-Schnittstelle ist es dir möglich, Daten aus dem Pi raus oder in den Pi rein zu schicken. Im Klartext heißt das, dass du dort zum Beispiel Sensoren anschließen kannst, die die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit oder auch die allgemeine Unzufriedenheit mit Hausaufgaben am Wochenende messen können. GPIO steht für General Purpose Input/Output, was verständlich so viel heißt wie: Eine Schnittstelle für Ein- und Ausgaben.

Wenn du einen kurzen Blick auf das Cheat-Sheet, das Schummelblatt, wirfst, werden dir die verschiedenen Farben auffallen, mit denen die einzelnen GPIO-Pins markiert sind. Die wichtigsten hier einmal erklärt:

  • Die roten bzw. orangefarbenen Pins liefern ganz einfach Strom, um zum Beispiel die Sensoren, die wir nutzen wollen, auch mit Energie versorgen zu können. Rot liefert 5 Volt und orange 3,3 Volt.
  • Die schwarzen Ground-Pins, kurz GND, werden als Erdungen für Schaltungen genutzt.
  • Die grünen Pins sind klassische GPIO-Pins. Mit ihnen können wir Spannungen von 3,3 Volt ausgeben oder messen, ob eine Spannung angelegt wird.
  • Die SPI-Pins sind lila. Sie nutzen das sogenannte SPI-Kommunikationsprotokoll, auf das wir später bei dem Display noch einmal zu sprechen kommen werden.
  • Die türkisen Pins sind ganz spezielle Dinger. Sie sind in etwa so etwas wie die SPI-Pins. Mehr dazu gibt es Online 😉

Damit du weißt, wofür die einzelnen Pins sind, haben wir dir eine super praktische Pin-Hilfe für den Raspberry Pi dazugelegt. Diese kannst du einfach auf die GPIO-Pins deines Pis stecken.

Damit du die einzelnen Pins auch sicher und gezielt ansteuern kannst, liegen dem Kit das sogenannte Breadboard und einige Jumper-Kabel bei. Das ist praktisch, weil du so alles ganz einfach mit einem Stecksystem immer wieder neu verbinden kannst. Das Einzige, was du dafür verstehen musst, ist, wie der Strom durch das Breadboard fließt. Das ist zum Glück ganz einfach:

Die Punkte symbolisieren die Löcher auf dem Breadboard, die Verbindungen der Punkte zeigen welche Punkte miteinander verbunden sind. An den Seiten gibt es immer zwei Streifen, die von dem einem bis zum anderem Ende des Breadboards verlaufen.