Hello World und Arduino IDE Grundlagen

Hello World und Arduino IDE Grundlagen Titelbild

Hello World und Arduino IDE Grundlagen

Damit du nach dem Starten der Arduino IDE nicht gleich verwirrt bist, haben wir die grundlegenden Funktionen hier einmal zusammengefasst.

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, ist a) schon ein kleiner Programmcode zu sehen und b) haben wir einmal die wichtigsten Sachen eingefärbt. Fangen wir doch einmal mit den beiden Icons in der grünen Box an. Mit dem ✔ kannst du dein fertig geschriebenes Programm kompilieren. Doch damit ist es noch nicht auf deinem Arduino übertragen. Dafür brauchst du den → Button. Mit diesem kompilierst du das Programm und überträgst diesen auf den Arduino.

In der violetten Box gibt es alles fürs Arbeiten mit verschiedenen Dateien. Mit ▦ kannst du einfach eine neue Datei und damit ein neues Programm erstellen. Mit ↑ kannst du ein bestehendes Programm öffnen. Damit du nicht das Rad ähm natürlich den Programmcode immer wieder aufs Neue erstellen musst, gibt es eine Übersicht mit Einsteigerprogrammen. Die werden wir erstmal nicht behandeln, aber sollte dir mal langweilig sein, kannst du dich dort mal umsehen. Das ↓ ist dann natürlich das Gegenteil, mit dem du Programme speichern kannst.

Ganz auf der rechten Seite, im türkisfarbenen Kästchen, findest du dieses Symbol: ◎, mit dem du den seriellen Monitor öffnen kannst. Kurz gesagt kannst du dir damit die Daten, die der Arduino sendet, ansehen.

Da dein Computer mehr als einen USB-Anschluss hast, musst du der Arduino IDE sagen, welchen USB-Port du gerade mit dem Mikrokontroller benutzt .

Das kannst du einfach unter Tools/Werkzeuge -> Serieller Port -> (Port auswählen)

Starte also deine Entwicklungsumgebung, schließe den Arduino an und wähle den richtigen Port aus, damit du mit dem Programmieren anfangen kannst.

Pro-Tipp: Du musst natürlich erst deinen Arduino mit dem Computer verbinden. Dafür benutzt du das beigelegte Kabel und einen USB-Anschluss an deinem Computer.

Es ist schon seit Jahrhunderten so üblich, dass man als Schüler einer neuen Programmiersprache ein Programm schreibt, das einen selbst und die liebe, weite Welt gebührend begrüßt. Diese Programme nennt man in der Programmiererwelt „Hello-World-Programm“.

Sofern das noch nicht passiert ist, kannst du mit ▦ eine neue leere Datei erstellen.

void setup() {
  // Startet Serielle Kommunikation
  Serial.begin(9600);
}

void loop() {
  // Gibt etwas aus
  Serial.println("Hello World");
  delay(2000);
}

Als nächstes drückst du → und das Programm wird kompiliert und auf den Arduino übertragen.

Wenn du das gemacht hast, sollte unten auch die Meldung Upload abgeschlossen auftauchen. Jetzt kannst du mit ◎ den seriellen Monitor starten und nachsehen, ob dein Arduino auch wirklich mit dir reden möchte.







Wenn alles richtig geklappt hat, solltest du nun den Text sehen, den du oben in deinem Programm festgelegt hast. Und Hey! Du hast gerade dein erstes, eigenes Programm geschrieben!

Aber hast du das schon verstanden? Deswegen folgt hier eine kleine Erklärung, denn ein wahrer Programmier-Zauberer schreibt nicht nur stumpf Dinge ab!

Bei jedem Programm für deinen Arduino gibt es zwei Bereiche. Alles, was sich in diesem Programm in Zeile 1-4, also im gelben Bereich, befindet, wird beim Starten des Programms ausgeführt. Konkret alles, was zwischen void setup() { und den geschweiften Klammern } in Zeile 4 steht. Das heißt, dort legen wir alles fest, was wichtig für das Programm ist. Weil wir die serielle Kommunikation nutzen wollen, starten wir diese in Zeile 3 mit Serial.begin(9600);.

Der zweite Block befindet sich in Zeile 6 void loop() { wieder bis zu den geschweiften Klammern } in Zeile 10. Loop ist Englisch und bedeutet soviel wie Schleife. In diesem Abschnitt passiert die wahre Arbeit des Programms, aber da alles in der "Schleife" ist, wiederholt sich alles, was zwischen den geschweiften Klammern steht, bis der Arduino beendet wird. In unserem ersten Programm gibt es nur zwei Dinge: Serial.println("Hello World"); gibt das von uns gewollte "Hello World" aus. Da sich das aber in einer Schleife befindet und Computer sehr schnell sind, gibt es in Zeile 14 die Funktion delay(1000); aus, welche nichts anderes macht, als das Programm für eine Zeit anzuhalten. (Delay ist Englisch für Pause). Außerdem ist noch eine weitere Sache ganz ganz wichtig: Hinter jedem Befehl, den du eingibst, muss ein ; (oder auch Semikolon genannt) sein. Mit diesem weiß der Arduino, dass dieser Befehl abgeschlossen ist und er sich jetzt an den nächsten Befehl machen kann. Wenn du das mal vergessen hast, kannst du dein Programm auch nicht kompilieren und auf den Arduino schicken.

Jetzt bist du dran: Was passiert, wenn du den "Hello World" Text veränderst und mit der Länge der Pause herumspielst?






















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